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Sonntag, 20. August 2017

Nirva, Magdalena ~ Magdalena 24h



Bildergebnis für Magdalena 24hMagdalena 24h ist ein Buch über das abenteuerliches Leben eines Escort Girls. 24 Jahre jung, alleinerziehend und eigentlich ist sie Literaturstudentin in Bulgarien. Doch das Studium will auch finanziert werden und wie kann man am schnellsten Geld verdienen – als Escort Girl. So geht sie mit ihren „Freund“ Eagle weg aus Bulgarien nach Österreich und dann nach Deutschland. In diesem Buch berichtet sie von ihren Erlebnissen als Escort Girl und die Sache mit der käuflichen Liebe. Schonungslos und offen, kein Blatt vor dem Mund.
Magdalena arbeitet zwar ungezwungen in diesem Milieu, aber trotzdem erlebt sie alle Seiten der käuflichen Liebe. Die guten und die schlechten. Und auch wie Eagle immer mehr von ihr als Zuhälter verlangt. Ob das dann wirklich alles so freiwillig ist, wie sie beschreibt?
Ihr Sohn ist währenddessen bei dem Vater in Bulgarien. Leider kommt der Sohn hier wenig vor in diesem Buch und wenn, schreibt sie emotionslos über ihn. Nicht wie sehr sie ihn vermisst oder so, eigentlich fast Garnichts. Ist Magdalena schon so abgestumpft?
Auch beschreibt sie sich immer wieder, wie schön sie ist und ich glaub, sie macht sich selber das Leben in der Szene damit schön, dieses ewige betonen, wie schön sie ist. Gut, mag sein, das sie es wirklich ist, aber dieses selbstverliebte, als scheint nur dieses sie aufrecht zu erhalten.
Auch ihre Kindheit kommt hier nicht zu kurz und Magdalena beschreibt ihre schlechte Kindheit und den ewigen Kampf und Anerkennung und Liebe von der Mutter.
Ich bin nicht so zufrieden mit dem Buch. Zwar ist es recht authentisch und einfühlsam in Bezug ihrer Arbeit, aber mir fehlt hier das Gefühl. Die Tiefe. Und irgendwie kann ich nicht so recht verstehen, dass so ein intelligentes Mädchen nicht die Chance war nimmt und mit ihrer Ausbildung in Deutschland versucht, einen anderen Job zu finden.  Andere haben es auch geschafft. Gut, Magdalena liebt den Sex. Aber trotzdem.
Insgesamt ist mir dieses Buch zu gefühlsarm, zu heftig in der Sprache und zu einseitig. Und gerade deswegen so einseitig und gefühlsarm, weil sie es ja angeblich alles freiwillig macht. Es gibt Mädchen aus Bulgarien, denen geht es viel schlechter und da hätte ich dann Verständnis für deren Situation. Aber Magdalena könnte was ändern – wenn sie wollte. Und was ist mit ihrem Sohn??
Auch ein paar Bilder von Ihr in diesem Buch wären schön gewesne. Freizeitmäßig meine ich:-)
Das Cover finde ich schon passend. Es zeigt das halbe Gesicht von Magdalena in Grautönen mit einen roten Mund. Gut gewählt.
Mich hat dieses Buch nicht überzeugt.