Mittwoch, 29. Oktober 2014

Bruske, Tanja ~ Leuchte


Lisa ist Studentin und verdient sich nebenbei als Historische Stadtführerin in Gelnhausen ein bisschen Geld. Den einen Abend ist es spät geworden und sie will schnell nach Hause, da sie am nächsten Tag einen Vortrag in der Uni halten muss. Dafür behält sie sogar das Kostüm an ,weil sie es braucht. Auf dem Heimweg hat sie einen Wildunfall mit dem Auto und will zu Fuß durch den Wald heim. Leider lauert ihr eine dunkle Gestalt auf und bei der Flucht stürzt sie in inne alten Brunnen. Als sie erwacht liegt sie in einen einfachen Zimmer. Sie kennt dieses nicht und ist erstaunt, als ein mittelalterlicher gekleideter Mann nach ihr Schaut. Mit der Zeit stellt sie fest, dass sie im Jahre 1792 gelandet ist. Damit fangen erst die Probleme an. Ihr „neues“ Zuhause ist nun bei Dr. Jonas Faust und sie wird dort als Magd angestellt. Außerdem hilft sie bei der Aufklärung des Mordes an die junge Katharina. Lisa hat die Leiche im Brunnenschacht gefunden.  Dr. Faust glaubt ihr zunächst nicht, das sie von der Zukunft ist. Doch sie sagt einige Dinge und weiß das mit den Franzosen, das er Zutrauen zu ihr gewinnt. Gemeinsam suchen sie nun den Mörder. Und dabei geht es nicht immer einfach zu…

FAZIT: Der historische mystische Krimi fängt fesselnd an, denn die Protagonistin Lisa kommt gleich symphytisch rüber. Auch die Geschichte allein ist schon recht interessant. Jedenfalls fühlt man sich ins Mittelalter versetzt und denkt aber genauso teilweise wie Lisa aus der Zukunft. Was ich auch gut finde, ist das Hintergrundwissen von den Heilmethoden auf Naturbasis oder mach so eine Vorgehensweise. Klar ist hier auch ein bisschen Romanze mit drin und das macht den Krimi nochmals sympathisch. Auch Dr. Faust ist ganz gut dargestellt und wie alle anderen Mitwirkenden realistisch beschrieben. In der Mitte des Krimis wird es etwas langatmig, aber danach geht es wieder rasant zu. Der Schluss finde ich ein bisschen schnell und irgendwo unwirklich. Inwiefern kann ich nicht sagen, aber irgendwas fehlt mir am Schlusskapitel. Trotzdem kann ich diesen historischen Krimi nur wärmstens empfehlen, denn er ist gut recherchiert. Auch im hinteren Teil die Karten von Marköbel im Jahre 1780 / 1781  und im Jahre 1634 finde ich recht interessant. Davor hat die Schriftstellerin Tanja Bruske noch ein Nachwort geschrieben. Dichtung und Wahrheit.  Gerne hätte ich noch was über die realistischen Personen hier in diesem Buch gelesen, da ja nicht alle fiktiv sind: Lehrer Kranig, Schultheiß Mörschel oder Johan Bode. Das fehlt mir hier ein wenig, genauso wie die Geschichte von Marköbel.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und man mag gar nicht teilweise aufhören damit, weil man wissen will, wie es weitergeht. Das Cover finde ich auch sehr passend. Es zeigt einen Torbogen im Wald von Marköbel und Hüttengesäß. Der Titel ist so geschrieben, das er teilweise „leuchtet“ so kommt es einen wenigstens vor. Die Schrift sieht ein wenig alt aus. Das Cover selber ist in Grautönen gehalten nur die Schrift ist eben mit einen „leuchtenden“ Umrandung versehen.
Wie ich in Erfahrung gebracht habe, arbeitet die Schriftstellerin Tanja Bruske an einen zweiten Teil. Ich freue mich schon darauf, neue Abenteuer  und mit Lisa zu erleben.

Stärke: ein gut recherchierter mystischer Historienkrimi.
Schwäche: mir fehlt ein bisschen Hintergrundwissen über die mitwirkenden Personen und die Geschichte von Marköbler