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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Bowen, James ~ ein Geschenk von Bob



Sieben Jahre lebt nun Bob bei James. Beide haben gemeinsam viel erlebt und gemeistert. Aber das Jahr 2010 bleibt für James  lange in Gedanken. Denn dieses Jahr hat der Sraßemusiker  und Verkäufer der Big Isuee Zeitung schwer zu kämpfen. Zu kämpfen damit, dass das Geld knapp wird, weil er durch den ungewöhnlich harten kalten Winter in London nicht so viel arbeiten kann. Und dann ist ja noch sein schmerzhaftes entzündendes Bein, was ihn zusätzlich zu schaffen macht. Doch auch wenn James der Verzweiflung nahe ist, ist da ja immer noch Bob, der ihn wie so oft überrascht…
Ein Wintermärchen mit dem Streuner ist nichts Neues. Nein, man kennt schon vieles von den vorigen zwei  Büchern. Trotzdem ist dieses Buch  auf seine Art neu, denn man schaut tiefer hinter den Kulissen vom Jahre 2010. Es ist sehr, sehr kalt in London und die Leute sind mit der Hektik rund um Weihnachten beschäftigt. Keiner hat mehr so richtig Zeit. Trotzdem muss James Geld verdienen mit dem Verkauf der Obdachlosenzeitung und mit seiner Musik. Aber viele hetzen einfach nur vorbei, wenige hören zu oder kaufen eine Zeitschrift. Das Geld wird knapp und James, der eh nicht viel von Weihnachten hält, hat Angst über die Feiertage ohne Strom und Heizung da zusitzen.
Während dem Lesen kann man seine Verzweiflung spüren. Auch die Schmerzen in seinem Bein. Trotzdem zeigt er Kampfwille bzw. Überlebungswille ohne das ihm alles egal ist. Denn jetzt hat er Bob, um den er sich kümmern und sorgen muss.  Und was wäre nicht Bob ohne ein wunder. Die Stammkunden mögen und lieben Bob und James und lassen es den beiden auch zu der hektischen Weihnachtswelt spüren. Sie bekommen Geschenke – James in Form von Geld und Bob in Spielzeug oder Essen.  Und James fängt an zu begreifen, dass es auch Wunder gibt.
Ich habe das Buch schnell gelesen, da ich gefesselt von diesem Wunder war. Und selten rührt mich ein Buch zu tränen, aber manche Stelle da hatte ich feuchte Augen. Z. B. die Stelle, wo James klar wurde, das er an der Angel Station geliebt wird von seinen Stammkunden und sie ihn sogar vermisst haben, als er ein paar Tage nicht da war. Er begreift, dass er viel Glück trotz den vielen Rückschlägen hat. Ein Satz hat mich sehr berührt:
Ich zitiere:

„“ Auch wenn die Hilfe jedes einzelnen wie eine Kleinigkeit erscheint:  Zählt man alles zusammen, so haben sie mir damit das Leben gerettet. ….. An diesem Tag habe ich endlich den Sinn von Weihnachten begriffen….““

In der kurzen Zeit vor Weihnachten hat James viele denkwürdige Begegnungen z. B. mit dem Christen  und auch traurige Begebenheiten, z. B. als er Belles Weihnachtsgeschenk im Bus vergisst.  Aber James ist auch gewachsen durch die Verantwortung zu Bob. So kann er z. B. einem Drogendealer wiederstehen. Übrigens geht das Buch los mit der Erzählung, wo James und Bob auf einer Weihnachtsfeier von einem der größten Verlage in London sind. Viele bekannte Autoren sind auch eingeladen. Doch James fühlt sich ein wenig deplaziert und nicht so recht wohl in seiner Haut.

FAZIT: Dieses Buch sollte man unbedingt zu Weihnachtszeit lesen, denn es zeigt das wahre Weihnachtsfeeling auf. Hier geht es nicht um Geschenke oder wieviel Geld man investiert. Hier geht es um weitaus mehr. Ich habe, nachdem ich dieses Buch von James und Bob gelesen habe, lange noch darüber nachgedacht. Und das nächste buch, was ich dann angefangen habe, kam mir erst mal grau und unscheinbar vor.
Auch hat dieser Roman liebevolle kleine Zeichnungen von Bob oder dem jeweiligen Thema , die passend zu jedem Kapitel hinten angesiedelt sind.

Stärke: eine wundervolle Geschichte über den Sinn von Weihnachten
Schwäche: ---

 ein Extrapunkt, weil es die Wahrheit über Weihnachten ist. Nicht so wie die Hektomatenwelt, die sehr sehr viele Leute zu Weihanchten kennen und zelebrieren!!


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Hepburn, Sam ~ Die Akte Elysium



Joe hat vor kurzem seine Mutter bei einem schrecklichen Unfall verloren und wohnt nun bei seiner Tante und seinem Onkel. Aber seine Tante Doreen kann ihn und seinen geliebten Hund Oz nicht ausstehen und ist genervt von ihm. Eines Tages läuft Oz bei einem Spaziergang einfach auf das fremde Gelände einer Villa. Joe will ihn zurückholen und wagt dann aus Neugierde einen Blick ins Haus. Dabei geht eine Scheibe zu Bruch und so denkt sich Joe, dass er auch mal einen Blick in die Villa werden könne. Gesagt getan und trifft dabei auf den Penner Juri, der schwerverletzt ist. Er zwingt Joe ihm zu helfen mit Essen, Geld und Medikamente und nimmt dafür Oz als Geisel.  Und so beginnt eine rasante Geschichte über Verrat, Spionage und Geheimnisse. Denn Juri hat eine Blechdose voller wertvollem Schmuck dabei. Außerdem kommen Joe Zweifel an dem Unfalltod seiner Mutter und er macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Sam Hepburn hat mit  „ die Akte Elysium“ einen spannenden Krimi geschrieben, der einen Seite für Seite fesselt und immer wieder neue Wendungen  ergibt. Man wie bis zum Schluss nicht, was eigentlich genau geschehen ist und warum. Joe bringt sich bei der Aufklärung der Wahrheit immer weiter in Gefahr und zieht sogar noch seinen besten Freund damit hinein. Der Krimi ist aus der Sicht von Joe geschrieben. Er und die andren Protagonisten sind realistisch dargestellt und man kann sie sich gut vorstellen. Auch die Schurken, die darin vorkommen. Derer Handlungsstrang ist gut gewählt und lässt niemals ein Spannungstief aufkommen. Außer vielleicht am Ende,  das sich ein wenig hinzieht. Da hätte man gut ein paar Seiten weglassen können. Aber im Großen und Ganzen tut dieses der  eigentlichen Geschichte keinen Abbruch. Es gibt hier ein überraschendes Ende, womit man so nicht gerechnet hat.
Das Cover zeigt einen Jungen – den 14 jährigen Joe? – der wegrennt. Wenn man das Buch liest, weiß man, warum dieser wegrennt. Der Junge rennt eine dunkle schummrige Gasse entlang,
Der Titel ist wie auf einer Akte gehalten in Schreibmaschinenschrift, weiß.
Vielen Dank an den Verlag Chicken House, das ich dieses Buch vorab lesen durfte.

FAZIT: Ein durch und durch spannender Jugendthriller, wessen Thema gut durchdacht und realistisch dargestellt ist. Man taucht ein die Welt von Joe ein.

Stärke: Spannungsbogen wird gehalten und die Protagonisten sind symphytisch
Schwäche: ein etwas langgezogenes Ende, was aber die Überraschung ganz am Ende wieder wettmacht.
mehr über das Buch unter der Verlagsseite:Carlson Verlag - Die Akte Elysium

Schröder, Nicole ~ Der Rattenkönig



Der Krimi beginnt mit einem Saunabesuch in Finnland, wo drei Männer bespitzelt werden.
Danach beginnt der Roman aus den Perspektiven verschiedener Personen zu erzählen. Beginnend mit Raffaella, der Studentin, über Omar, der schriftliche Anweisungen folgt bis hin zu Eeva, der Fotografin für eine finnische Zeitung und Ralf, der Kriminalpolizist und Vater von Raffaella.
Als sich zufälliger weise Eeva und Raffaella über den Weg laufen, da Eeva eine Foto Serie über Banker in Frankfurt macht und Raffaella bei der EZB interviewt, geschieht das unfassbare – eine Bombe explodiert. Und nicht nur in Frankfurt nein auch in andere Europäische Länder mit wichtigen Sitzen, z. B Brüssel, Paris. Auf einen Schlag sind alle Verbindungen im Internet gesperrt, Flüge gestrichen und Züge strengstens kontrolliert
Und dann ist da noch Sonja, die Stewardess, die seit den Anschlägen mit ihrer Crew in Helsinki festsitzt.
Nach und nach werden die verschiedenen, voneinander unabhängigen Personen mit in diesen Ermittlungen einbezogen. Jeder erlebt diesen schreckenstag an den verschiedenen Schauplätzen. Und es kommen immer mehr Details von den Anschlägen und deren Zusammehang ans Tageslicht.
Der Rattenkönig ist ein Krimi, der weitaus mehr als nur einen Handlungsstrang hat. Aber die vermehrten Handlungsstänge bauen eine kontinuierliche Spannung auf.
Die Kapitel gehen gut konstruiert ineinander über, z. B. als Ralf ermittelt und fragt seine Kollegen: „ Was können wir tun?“ Danach kommt ein anderer Protagonist ins Spiel, das nächste Kapitel. Es schließt nahtlos an mit  der Aussage: „Wir können nichts tun!“. Die Crew sah ihren Kapitän fassungslos an. Oder als Ralf meinte, schließlich haben wir keine Zeit zu verlieren und das nächste Kapitel dreht sich um Raffaela, die Eeva fragt, was heißt hier, wir haben keine Zeit zu verlieren.
Ich finde diese Idee gut, dies Kapitel in sich verbinden zu lassen.
Die einzelnen Protagonisten sind recht gut dargestellt und man kann sie sich gut vorstellen. Auch oft die Verzweiflung und die anderen Gefühle sind hier recht gut beschrieben. Die Handlungsschauplätze werden hier plastisch dargestellt-. Und auch die Handlung selber ist teilweise so realistisch, dass man echt eine leichte Gänsehaut bekommt. Schließlich sind ja solche Anschläge nicht abwegig, wie wir auch schon in der Vergangenheit erfahren mussten. Trotzdem bleibt bei diesem Krimi offen, wer der oder die Attentäter sind und auch der Grund. Ob es am Schluss aufgeklärt wird, verrate ich hier nicht, da müsst Ihr selber das Buch lesen!
Das Cover ist sehr passend.  Die Skyline von Frankfurt mit Blick auf das Bankenviertel.  Der Titel ist in einen Braunton gehalten. Auch das Cover ist in Sapierton. Es ist ein Krimicover, das man in einen Buchhandel auf jeden Fall anschaut. 

Ich habe übrigens ein ganz besonderes Exemplar bekommen. Dieses ist ohne Verlagsname und sonstiges drauf. Ein Erstexemplar sozusagen. Und wenn ich dann die erste Seite anschaue, dort wo immer aufgelistet ist mit Lektorat etc. steht bei mir: 
1. Auflage -- Augsut 2013 --100 Stück!!
Geschichte -- Nicole Schröder
Lektorrat und Satz -- Nicole Schröder

Also ich finde, der erste Teil davon mit den 100 Stück macht dieses Buch zu was besonderem!! Wenigstens für mich. 1 von 100, das hat schon was!
 

FAZIT: Ein durch und durch spannenden Krimi, der einen fesselnd und in einen Abgrund zieht,  dass man es echt mit der Angst zu tun bekommt. Aber trotzdem kann man dieses Buch nicht aus der Hand legen.
Eine Auflistung der beteiligten Protagonisten am Ende wäre eine netter Zusatz, denn es kommen doch recht viele Leute darin vor. Aber trotzdem kommt man beim Lesen gut mit und kann sich die einzelnen Darsteller gut merken.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmals ganz herzlich an Nicole Schröder für das Rezensionsexemplar bedanken. Und die liebe Widmung darin.

Stärke: Spannung pur zum brisanten Thema
Schwäche:
ein Extrapunkt vergebe ich für die Besonderheit, das ich 1 von 100 Büchern der ersten Auflage bekommen habe.