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Sonntag, 19. Juli 2015

Kühne, Hans Jörg ~ Totes Haus



Bildergebnis für hans jörg kühne totes haus cover
Hauptkommissar Thomas Kuss wird zu einem Leichenfund gerufen. In einen seltsamen Haus wird der ehemalige Klassenkamerad von ihm gefunden. Das Haus gibt den Hauptkommissar und seiner Kollegen Rätsel auf. Fenster sind zugemauert, Räume in Räume gebaut und Zimmer nachträglich verändert worden. Der Tod von dem Klassenkameraden Michael Küpper sieht nach einem normalen Ableben aus. Doch mit den Ermittlungen kommen immer mehr Sachen zum Vorscheinen, das diesen Nach Mord aussehen lässt. Doch was hat es nun mit dem seltsamen Haus auf sich? Und war es wirklich ein Gewaltverbrechen, dem Michael Küpper zum Opfer gefallen ist? Hauptkommissar Kuss und sein Team graben immer tiefer – auch in dem merkwürdigen Haus.
Der Krimi ist reine Fiktion, doch dieses Haus hat seinen Ursprung von dem Künstler Gregor Schneider mit seinen Projekt Tote Haus u r.

FAZIT: Dieser Krimi fängt ruhig an, steigert sich ruhig und bleibt ruhig. Spannung baut sich hier überhaupt nicht auf und er plätschert so vor sich hin. Eigentlich ist es ein Krimi über den Hauptkommissar, denn der wird hier am meisten erwähnt. Das Haus, worüber es eigentlich gehen sollte – laut Titel – kommt hier so gut wie gar nicht vor. Außerdem ist der Krimi mit der Zeit echt verwirrend. Die Protagonisten kommen mir persönlich auch nicht so symphytisch rüber und die zwei Österreicher, die hätten ruhig in Wien bleiben können. Alles im Allen ist dieses Buch ein sehr ruhiger personenbezogener Krimi.
Das Cover gefällt mir dagegen gut, es zeigt den Schriftzug „Tote Haus“ wobei das H vom Haus im Schriftzug integriert ist. Totes ist als Leuchtreklame auf dem Dach. Der Hauptgrund ist grau und dunkel. Das Haus darauf sieht schon mysteriös auf, aber damit hat es sich schon in diesem Krimi.

Stärke: Das Cover
Schwäche: der ruhige dahinplätschernde Krimi selber
ein halber Wurm für das Cover


Susami, Oliver ~ Vierter Stock Herbsthaus



Produkt-Information Als angehende Ärztin hat Studentin Lena und ihre Lebensgefährtin, Auszubildende nicht viel Geld. Sie bewohnen eine 1 Zimmer Wohnung und dort ist es viel zu eng für die beiden. Da bekommt Lena von ihrer Kollegin im Krankenhaus  eine Telefonnummer von einem Vermieter. Dieser macht den beiden jungen Frauen ein verlockendes Angebot. Eine zwei Zimmerwohnung, 65Quadratmeter mit Balkon für gerade mal 200 Euro inklusive Strom. Der Haken. Dieses Haus ist fast leerstehend und die Aufgabe der beiden ist, einmal am Tag nachzuschauen, ob im Haus alles in Ordnung ist. Abwechselnd kontrollieren Lena und Paula, ob alle Türen abgeschlossen sind, ob keiner dort rumlungert und das kein Müll da rumliegt in diesem 6 stöckigen runden Haus. Doch nach und nach passieren dort Dinge, die nicht mehr natürlich zu erklären sind. Doch was sind das für Dinge, die Lena in Angst und Schrecken versetzten?

„Vierter Stock Herbsthaus“ ist eine Mysteryerzählung, die angeblich nach einer wahren Begebenheit passiert ist. Am Anfang steht ein Vorwort vom Schriftsteller Oliver Susami, der auch das Buch S3Spuk in der Bibliothek geschrieben hat. Er erzählt hier im Vorwort, wie dieses Buch entstanden ist- „Vierter Stock Herbsthaus“. Danach beginnt die eigentliche Nacherzählung, wie es auf dem Buchcover steht.

FAZIT: „Vierter Stock Herbsthaus“ ist eine Nacherzählung nach einer angeblichen wahren Geschichte. Es handelt sich um ein leerstehendes Haus, in dem es spuken soll. Gleich von Anfang an war ich von dieser Nacherzählung gefesselt. Durch die Ich Form der Erzählerin bekommt man nochmals einen tieferen Einblick in der Geschichte und man wird noch tiefer hineingezogen in jener. Manchmal doch schüttelt man den Kopf und denkt, was für ein Wirrwarr, aber mit der Zeit merkt man, dass es die Gedanken von Lena sind.  Die Beschreibung von dem Haus sind so plastisch, das man denkt, man geht selber durch die unheimlichen Flure und schaut sich dabei beim Lesen um. Dieses Buch lässt auf jedenfalls einen nicht mehr los, egal ob auf es auf Wahrheit beruft oder nicht. Es ist spannend. Besser als jeder Horrorroman, denn „Vierter Stock Herbsthaus“ lässt einen schaudern und die Gänsehaut hochkommen. W er auf gepflegte Gänsehaut steht, der sollte das Buch unbedingt lesen. Ich sag Euch, Ihr werdet Euch umschauen, wenn ihr demnächst im Treppenhaus seid.
Das Cover finde ich gut gewählt. Es zeigt eine Frau  bzw. ihre Hände, die einen Schlüssel halten. Die Geste zeigt die Unschlüssigkeit oder anders gesagt, die Unsicherheit /entschiedenheit aan, die die junge Frau hat. Alles ist dunkel gehalten bis suf die Hände.

Viel findet man über den Schriftsteller nicht im Netz außer bei  Amazon. Er ist geboren 1978 in Lahr/Schwarzwald  und studierte in Konstanz. Seine Promotion machte er im Bereich Religionssoziologie. Die Freizeit nutzt er zum Schreiben und auch zum Fotografieren. Eigentlich ein wenig mysteriös alles, aber ich finde, das passt zu seinen Büchern.
Reihenfolge der Bücher von Oliver Susami
Oktober 2012 "S3, Spuk in der Bibliothek".
Juni 2013 "Die Knochenfrau".
Februar 2014 "Vierter Stock Herbsthaus".
November 2014 "Nachtangst".

Stärke: ein gänsehautbereitender Roman
Schwäche: wirklich eine wahre Begebenheit?


Mittwoch, 8. Juli 2015

Hochstein, Hartwig (Hsg) ~ Stammtischmorde II



Autoren und Autorinnen haben sich zum zweiten Mal zusammengesetzt und ein gemeinsames Buch herausgegeben. Die Schriftsteller von dem Leipziger Krimi Stammtisch ließen ihrer Fantasie freien Lauf und erstellen Eine Anthologie mit Krimis, wo z. B. ein paar High Heels zu Wort kommen. Oder wo beim Russischen Roulette nicht eine Kugel die Rolle spielt, sondern ein Pilz. Habt ihr schon mal von der Mordwaffe Hai gelesen, Ja den Fisch! Und kulinarisch geht es hier auch zu mit Herz auf Spieß. Also wer die Abwechslung mag in einem Krimi Anthologie, der liegt hier richtig

FAZIT: Ich habe vor diesem zweiten Buch Stammtischmorde erst den dritten Teil gelesen und war von diesem begeistert. So schaute ich mich nach dem zweiten um. Doch ich gestehe, hier haben die Autoren noch nicht die richtige Mischung gefunden gehabt. Teilweise sind die Krimis so unwirklich und langatmig, dass ich diese überblättert habe. Andere wiederum sind ganz gut. Aber ehrlich, vom Hocker hat mich hier keiner gehauen. Jedenfalls kann ich bestätigen, dass dieser Krimi Stammtisch sich mit dem dritten Band wesentlich gesteigert haben. Ich mag mir eigentlich nicht noch den 1. Teil zumuten. Die Autoren sind mir bisher unbekannt gewesen und ich habe von denen noch kein anderes Buch gelesen.
Das Cover allerdings ist gut gewählt. Dunkel fast schwarz mit einen Kelch und einer Schusswaffe als Hintergrund. Die Schrift ist wie beim dritten Band blutrot gehalten.

Stärke: eine gute Mischung aus verschiedenen Krimis
Schwäche: Manche Krimis sind einfach unspannend und unspektakulär


Leibig, Timo ~ Herznote

Auf der Seite von Timo Leibig kann man  Printausgaben bestellen! Sogar signiert: Timo Leibig 
Auch im Buchhandel bekommt man es noch als Printausgabe. Aber unsigniert!

Niklas hat seine Jugendliebe verloren. Und das schon vor 12 Jahren. Doch er kann Romy einfach nicht vergessen und so sucht er sich professionelle Hilfe. Bei Dr. Richter meint er die richtige Therapie zu bekommen. Doch dieser fängt ein gefährliches Spiel an und fragt Niklas, wie weit er denn für seine große Liebe gehen würde.  Und Niklas fängt an zu denken. Doch als Romy dann von einem Unbekannten bedroht wird, muss er die Frage beantworten. Was wird Niklas tun für seine große Liebe Romy? Geht er bis zum Äußeren….
Timo Leibig hat mit „Herznote“ einen Psychothriller erschaffen, der einen nicht mehr los lässt. Man fängt an zu lesen und ist sogleich gefesselt. Denn man möchte wissen, wie weit den Niklas nun wirklich geht wegen seiner großen Liebe, die er vor 12 Jahren verlor. Und welches Spiel spielt der Psychotherapeut. Er  - Dr. Richter – fragt Niklas, ob er bereit wäre, auch einen Mord zu begehen für Romy. Die Antwort kommt ohne zu zögern, ja. Und dann hat man sich schon mit der Frage im Roman festgebissen. Man verschlingt Seite um Seite.

FAZIT: Der Autor schafft es, den Leser völlig in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, da er einfach und ohne Schnörkel ist. Der Thriller beginnt im Prolog mit dem Bekenntnis Morde begangen zu haben. Die Person, die dieses eröffnet, erzählt in Ich Form.  Danach kommen die einzelnen Kapitel, beginnend mit den Sitzungen von Niklas – dem Ich Erzähler, bei Dr. Richter. Ab dem 5. Kapitel kommt dann ein Zeitsprung in die Zukunft und man erfährt von den Morden. Inzwischen wechseln sich dann die Sitzungen, die in der Vergangenheit liegen und die Zukunft ab. Das macht den Thriller so spannend. Man möchte wissen, warum es so weit gekommen ist. Und was überhaupt passiert ist. Der Schluss ist gut. Da kommt dann der große Aha Effekt oder auch der Knall des Endes.
Das Cover ist für mich am Anfang etwas unverständlich gewesen. Aber sobald man sich dem Ende naht, versteht man es.  Es zeigt ein Gesicht in Schattenform in der Seitenperspektive. Und in diesem Gesicht ist eine Frau auf den Stuhl gefesselt, in einer brennenden Flamme mit Blumen drumherum. Der Mann bzw. Sein Profil hält was in der Hand wodran er riecht. Auch das wird beim Lesen klar, was es ist.
Alles im Allen kann ich diesen Psychothriller nur wärmstens empfehlen.  Denn gerade, wenn man bei dieser großen Hitze nichts machen kann außer lesen, ist das Buch genau das richtige. Denn man schwitzt,  und doch läuft einem ein kleiner kalter Schauer über den Rücken.
Denn auch sich selber hat man bestimmt die Frage gestellt, was wäre wenn und wie weit würde man gehen? Weil es mich so gefesselt hat, bekommt dieser Thriller ein Extrapunkt

Von Timo Leibig ist außerdem das Buch „Mädchendurst“ und „ Blut und Harz“ erschienen.  Beide habe ich auf meine Wunschliste gesetzt. Ach übrigens, wieder mal hat das gute Frankenland einen tollen Autor erhalten. Timo Leibig kommt aus Pleinfeld und das liegt bei der Fränkischen Seenplatte. Ich liebe Franken und seine Autoren bzw. Autorinnen!!
Vielen Dank an Timo Leibig für dieses Rezensionsexemplar und auch die tolle Widmung in dem Buch!

Stärke: ein fesselnder Thriller
Schwäche:  



Freitag, 3. Juli 2015

Rist, Biggi / Skalecki, Liliane Rotglut



Das Jahr 2010. WM Fieber. Deutschland gegen England.  Doch dieses Ereignis wird durch ein schreckliches Verbrechen überschattet. Im Bürgerpark wird ein Mann schwer verletzt von zwei Frauen aufgefunden. Doch bevor Notarzt und Polizei eintrifft verstirbt dieser und kann nur noch ein Name flüstern. Kommissar Heiner Hölze  wird mit den Ermittlungen beauftragt und findet heraus, dass dieser Mann eigentlich schon seit über 35 Jahre als tot gilt. Hölzle und Team graben weiter und umso tiefer sie in den Fall hineintauchen, kommen sie der RAF Zeit näher. Was hat dieser Tote mit dem Bombenattentat auf dem Bremer Hauptbahnhof zu tun? Und wie war das mit dem Entführungsfall von dem Bankier? Doch dann kommt noch der Verfassungsschutz ins Spiel und die Ermittlungen scheinen zu Ende zu sein. Doch lässt sich Hölzle davon abhalten?

Dieser Krimi ist eigentlich reine Fiktion. Und doch wird das ein oder andere Aha Effekt hier ausgelöst. Zumindest bei denjenigen, die die RAF Zeit mitgemacht haben.  Am Anfang hatte ich Probleme mit diesem Krimi. Die Spannung fehlte, und so recht wollte ich mich in die Story auch nicht reinfinden. Doch umso mehr ich las, umso mehr kam ich da hinein in diesem Krimi. Und auch in die Handlung.  Und zu Letzt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Handlung ist in unterschiedlichen Zeiten eingeteilt. Einmal in der Gegenwart 2010 und dann in der Vergangenheit 1974. Es sind hier viele Protagonisten mit dabei, so dass man am Anfang den Überblick verliert. Ab und zu wird auch eine Erklärung zu der RAF als Fußnote hinzugefügt.
Das Cover zeigt einen Brand oder etwas das verbrennt. Herauszeigend ist, das unten noch ein Rest vom einen Fahndungsplakat zu sehen ist und oben der Schriftzug Terroristen. Mit dem Titel Rotglut konnte ich bisher nichts anfangen. Allerdings hat die Autorin die Erklärung auf lovelybooks gepostet: Rot steht für die rote Kaderschmiede und ist damit die Uni Bremen gemeint. Und Glut für Leute, die für ihre Ideen glühen.
Laut Wikepedia: Kaderschmiede, hergeleitet von Kader, werden häufig umgangssprachlich Bildungseinrichtungen genannt.

FAZIT: Wenn man die Geduld aufbringt und diesen anfangs etwas langatmigen Krimi weiterliest, wird belohnt mit einen spannenden Fall. Kommissar Hölzle ist mir echt sympathisch. Schon allein wegen seiner Schokisucht. Er spricht zwar hochdeutsch, aber denken tut er hier schwäbisch. Sympathisch. Die Protagonisten sind mehr oder weniger realistisch da gestellt und kommen gut rüber. Selbst der Gigolo *lach*. Die Story an sich ist gut geschrieben und ich habe beim Lesen selber oft gedacht, ja da war doch was mit der RAF. Gerade die Einführung ist gut recherchiert und dargestellt. Alles im allen ein guter Krimi, der nach ein paar Anfangsschwierigkeiten echt spannend rüberkommt.

Stärke: ein guter Krimi über die Zeit der RAF
Schwäche:  am Anfang etwas verwirrend