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Donnerstag, 30. April 2015

Robertson, Willie und Korie ~ Die duck Commander Familie



„Auf einen Freund kann man sich immer verlassen, und ein Bruder ist dazu da, dass man einen Helfer in der Not hat“
Derr Spruch von Sprüche 17,17 ist so wahr. 


Die Familie Robertson hat es weit gebracht. Vater Phil hat vor Jahren die Firme für Entenlockpfeifen aufgebaut aus kleinen Mitteln und mit wenig Kapital. Dann hat der Sohn Willie die Firma übernommen und frischen Wind in das Unternehmen gebracht. Aber sein Vater Phil ist immer noch mitten drin. In diesem Buch beschreibt Willie und seine Frau Korie ihr Leben in der Familie Robertson und dem Unternehmen. Vieles hat Willie vom Vater übernommen und doch auch Veränderungen vorgenommen. Willie erzählt, wie er Korie kennengelernt und lieben gelernt haben. Mit Ihr hat er insgesamt 5 Kinder und ist seit über 20 Jahren glücklich verheiratet.  Außerdem zeigt er  hier, dass er schon als Kind ein gewiefter Geschäftsmann war.
Sie plaudern in diesem Buch aber nicht nur über die Ehe, das Familienunternehmen, sondern auch wie sie Fernsehstars geworden sind und wie es sie verändert hat – oder nicht.  Aber einer war immer mit dabei – Gott. Und darauf baut auch die ganze Familie Robertson, denn ohne Gottvertrauen geht gar nichts. Das hat uns Phil schon in seinem Buch – das erste Buch über die Familie Robertson- erklärt.

FAZIT: Dieses Buch Zeit, das man aus einer einfachen Idee mit viel Energie und Ehrgeiz zum Millionär werden kann. Aber es zeigt auch, das auf den Weg dahin viele Rückschläge gegeben hat. Aber durch den Glauben an Gott haben die Robertson niemals den Mut verloren. Und durch den Familienzusammenhalt. Willie und Korie schreiben hier in diesem Buch ihre Sicht von der Familie Robertson. Am Anfang kamen einige Wiederholungen von dem ersten Buch der Robertson, das Phil geschrieben hat. Nur halt aus der Sicht von Willie. Aber es steckt mehr in dem Buch. Zuversicht, Zusammenhalt und der offene Blick fürs Leben.
Jedes Kapitel beginnt mit einen Zitat aus der Bibel und endet mit einen Rezept der Robertson.
Eines der schönsten Zitate aus dem Buch, finde ich, ist dieser hier:
„“Einige meiner schönsten Erinnerungen stammen aus der Zeit, in der wir nichts hatten. Wer sagt, dass man nicht von Liebe leben kann? Ich glaube, bei uns war es so. Wir sind dankbar für das, was wir hatten, zufrieden mit dem, wer wir waren, und hatten immer Selbstvertrauen.““

Ich mag die Robertson. Ich finde, die leben ihr Leben richtig und lassen sich da auch nicht reinreden. Und vielleicht sollte man mehr auf Gott hören und mehr Familienzusammenhalt haben, dann würde vielleicht manches besser sein.  Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, denn es regt zum Denken an. Dazu, dass nicht alles nur mit Geld zu bezahlen ist, das das Leben viel mehr zu bieten hat, als irgendwas hinterherzujagen.
Das Cover zeigt die Robertsons so wie sie sind. Natürlich und nicht irgendwie aufgeschnickelt. Mit ihren Bärten und Zottelmähnen als Markenzeichen. Und als wichtigste Person – denn hinter jeden starken Mann steckt eine stärkere Frau – Miss Kay und Korie. Ich würde die Duck Commander Family gerne mal persönlich treffen. Weil sie trotz Reichtum natürlich geblieben sind.
'Ich danke dem SCM Verlag für das Bereitstellen des Buches!
Stärke: Ein gütliches Buch, das zum Nachdenken anregt
Schwäche: 



 

Donnerstag, 16. April 2015

Franke Lars ~Spukgeschichten aus Berlin und Brandenburg


Dieses Buch erzählt von Hexen, weißen Frauen und Riesen. Das Land zwischen Elbe, Havel und Oder bietet viele –Sagen und es ist eigentlich eine besondere Form eines Reiseführers. So berichtet der Klappentext.  26 spannende, gruselige aber auch interessante Sagen sind in diesem Buch vereint. Zum Beispiel gibt es da den Mitternachtspuk an der dicken Marie in Berlin Tegel, da geht die weiße Frau in Berlin Grünewald um  oder es wird vor dem Hexenbad in Potsdam gerettet. Aber auch reitet der Deserteur auf seinem Pferd in Potsdam.
Die Sagen sind mit Bildern gespickt, wo dieses sich ereignet hat oder auch von den Gebäuden, in denen es spuken soll.
Am Anfang des Sagenbuches ist eine Karte mit all den Orten, wo eine Sage in diesem Buch vorkommt. Im Anhang stehen die Hinweise auf die verwendeten Literaturen. Das Cover zeigt ein Steingesicht an einen Gebäude oder Mauer. Das Schmutzblatt ist aus einen geprägter Seite, was gut zu einen Sagenbuch passt. 

FAZIT: dieses Buch ist ein recht interessantes Sagenbuchüber Berlin und Brandenburg. Die Bilder sind gut gewählt und haben als Untertitel immer eine Erklärung dabei. –was mir persönlich ein wenig fehlt, ist die Beschreibung vom Cover Bild. Keinen Hinweis, welcher Kopf da gestellt wird und wo dieser zu finden ist.  Der Erzählstil ist flüssig und fesselt einen zugleich.  Ich habe dieses Sagenbuch gerne gelesen, auch wenn ich vielleicht mit den Orten nicht ganz so was anfangen konnte. Aber jemand aus dem Raum Brandenburg und Berlin kommt hier voll auf seine Kosten. Genau wie bei uns die Frankensagen in Raum Schweinfurt, kann man hier auch den ein oder anderen Ort aufsuchen. Wer aber Interesse an Sagen und Geschichten hat, ist hier genau richtig. Vielleicht auch als Urlaubslektüre, wenn man gerade in dieser Gegen Urlaub macht. Da ist der ein oder andere Spaziergang bestimmt fällig. Zu bestellen beim Steffen Verlag. Dort habe ich übrigens auch die beiden Bücher  Hunde und ihre Zweibeiner  und Katzen und ihre Zweibeiner gekauft. Eigentlich auf der Leipziger Buchmesse an dem Stand.
Übrigens hier meine Rezenionen zu den beiden Büchern.
Also ein Besuch lohnt sich!!

Stärke: gutes Buch über interessante Sagen
Schwäche:  für jemand, der nicht in Brandenburg und Berlin lebt oder Umgebung vielleicht nicht ganz so interessant.


eine halben Punktabzug muss ich machen, da zu dem Titelbild nichts weiter steht.

Borth, Helmut ~ Grimms Märchen aus Mecklenburg Vorpommern



Wer kennt sie nicht, die Märchen von den Gebrüdern Grimm. Aber nicht alle wissen, dass Jacob und Wilhelm Grimm mecklenburgische und pommersche Wurzeln hatten.  Die bekanntesten Märchen sind unter anderem wohl „Das Mädchen mit den Zündhölzern, Der Froschkönig, der eiserne Heinrich, Der Wolf und die sieben jungen Geißlein  und ganz bekannt Hänsel und Gretel.
Aber auch viele unbekannte Märchen stammen aus deren Feder. In diesem Buch „Grimms Märchen aus Mecklenburg Vorpommern“  kommen die vergessenen Märchen zu Papier. Die Krähen, Das Mädchen ohne Hände oder das blaue Licht sind nur ein paar Beispiele für diese.  Alle Fassungen sind in dem Jahr 1812 bis 1840 aufgenommen worden.
In diesem Buch kommen aber auch bekannte Märchen vor, wie z. B. der Fischer und seine Frau, Brüderchen und Schwesterchen oder Aschenputtel. Teilweise sind diese Märchen in alter Sprache gehalten und Brod anstatt Brot oder seyd anstatt seid.
 Wiederum sind die Märchen aus der Gegend aus Mecklenburg Vorpommern in dessen Dialekt gehalten. „Von den Fischer und sinne Frau (niederdeutsch).  

FAZIT: Ich persönlich finde das Märchenbuch absolut toll. Ich habe ja da großes Märchenbuch von den Gebrüdern Grimm schon als Kind besessen und es ist immer noch in meinen Besitz. Dieses ist hier eine echte Bereicherung dazu. Am Anfang habe ich mit dem Dialekt schwer getan, aber als ich dann gesehen habe, das die Märchen dann in hochdeutsch hintendran kommt, war es gar nicht mehr so schlimm. Auch die alte Sprache tat dem Lesefluß keinen Abbruch. Als Vorwort  wird einiges über die Brüder Grimm geschrieben. Im Anschluss des Buches steht die Herkunft der Märchen.
Der Einband ist wie aus Leinen, so richtig für ein Märchenbuch. Es zeigt eine Frau im antiken Kleid im Wald. Schlicht in Grau wies gehalten, antik!“ Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Für alle die Grimms Märchen lieben und Märchen im Allgemeinen. Das zweite Buch werde ich mir auf jeden Fall auch zulegen.
Zu kaufen gibt es dieses bei dem Verlag Steffen. Dort gibt es auch das andere Grimm Märchenbuch:
Grimms Märchen aus Berlin und Brandenburg.

Dort habe ich übrigens auch die beiden Bücher  Hunde und ihre Zweibeiner  und Katzen und ihre Zweibeiner gekauft. Eigentlich auf der Leipziger Buchmesse an dem Stand.
Übrigens hier meine Rezenionen zu den beiden Büchern.
Also ein Besuch lohnt sich!!


Stärke: eine tolle Ergänzung zu den bekannten Märchen von den Gebrüdern Grimm
Schwäche:

 
halben Wurm für die 'Originalität' im Dialekt und alter Sprache

Freitag, 10. April 2015

Koppel, Hand ~ Gequält



Calle Collins’ ist Journalist und schreibt Porträts über verstorbene.  Als er eines Tagesdabei  über einen Unfall des 13 jährigen Kent mit Fahrerflucht erfährt, beginnt er zu recherchieren.  Er sucht die Eltern von Kent auf und redet mit ihnen. Danach verfasst er einen Nachruf. Doch dieser Nachruft stößt bei vielen anderen sauer auf. Denn so ein guter Junge, wie Calle ihn beschreibt war Kent nicht. Anders Malmbert, auch ein Journalist, der hauptsächlich Fernsehkritiken schreibt, Veröffentlicht ein Gegenporträt, das es in sich hat und den wahren Kent zeigt. Die Ereignisse überschlagen sich darauf, weil es zu massiven Protesten kommt seitens Kents Eltern, aber auch von den Eltern von Anders. Dann wird anders brutal in seiner Wohnung zusammengeschlagen.  Es gibt Tote. Und immer wieder führen die Spuren zu Sara Vallgren, Besitzerin ei
nes Nachtclubs und deren Partner Mattias Svensson, auch Bruder von Kent. Was haben beide mit den Morden und der Prügelattacke zu tun.
Calle Collins’ gerät immer tiefer in den Strudel von Macht und Gewalt.  Und gerät dabei selber in Gefahr

Der Krimi bzw. Thriller spielt in Dänemark und Schweden. Die Dänen können die Schweden nicht leiden und umkehrt ist es auch so. Richtige Spannung kommt hier nicht so auf. Und irgendwo ist dieser „Thriller“ so unzusammenhängend. Die Protagonisten, ja, irgendwie kann ich mich nicht so richtig in diesen reinversetzen. Alles ist mit einer Oberflächigkeit behaftet und geht nicht so in die Tiefe.

FAZIT:  mir persönlich fehlt viel an diesem sogenannten Thriller. Einen Thriller verbinde ich mit atemloser Spannung, mit nicht aus der Hand legen. Dieses Buch fällt allemal unter der Rubrik Krimi. Die Kapitel sind kurz und so schnell gelesen. Am Anfang war ich aber etwas verwirrt, weil der rote Faden in der Geschichte irgendwo gefehlt hat. In der Mitte des Buches kommt so etwas wie ein Hauch an Spannung auf, das aber wieder abflacht. Und der Schluss, ja von dem mag ich gar nicht reden. Der ist ja so was von offen und hinterlässt mehr Fragen als sonst was. Obwohl, als ich es jetzt zum dritten Mal gelesen habe, komme ich langsam dahinter. Ahaaa!
Das Cover finde ich jetzt ein wenig fragwürdig. Ich komme nicht ganz dahinter, wie  das gerissene Gesicht zu dieser Story passt. Genauso wenig wie der Titel. Was hat es denn auf sich mit diesem „Gequält“? Irgendwo passt hier gar nichts so recht zusammen.
Der Autor  Hand Koppel hat schon zwei andere Bücher geschrieben.  „Bedroht“ und „Entführt“. Ich habe gelesen dass diese besser sein sollen. Nun gut, ich hoffe es für den Autor. denn durch dieses Buch habe ich mich schon teilweise „gequält“. Auf Grund dessen überlege ich mir, ob ich mir – trotz besseren Rezensionen – die beiden Bücher antue.

Stärke: das es nur 367 Seiten hat und in der Mitte etwas an Spannung aufkommt
Schwäche: Zusammenhanglos, langatmig

den halben, weil in der Mitte doch so etwas wie Spannung aufkommt



Sonntag, 5. April 2015

Raabe, Melanie ~ Die Falle



Linda Conrads hat in ihrer Jugend den Mord an ihrer Schwester mitbekommen. Zumindest hat sie den Täter damals kurz gesehen. Seitdem verbringt sie ihr Leben in ihrem Haus und geht niemals raus. Einzig allein eine Handvoll Personen haben persönlich mit ihr Kontakt. Aber auch nur, weil diese sie ab und zu besuchen kommen oder für sie Einkaufen. So verbringt Linda Stunde um Stunde, Tag um Tag, Jahr für Jahr in ihrem Haus – gefangen wie in einem Goldenden Käfig, den sie sich selber aufgebaut hat. Das Bücherzimmer ist für sie Italien, wo sie ab und zu hinreist, das Fernsehen und Internet ihre Verbindung zur Außenwelt. Bis sie eines Tages in den Nachrichten den Mörder ihrer Schwester sieht und ihre kleine heile Welt komplett durcheinanderwirbelt. Er ist Journalist bei einer großen Zeitung du Linda schafft es, ihn in ihrer Abgeschiedenheit zu einen Interview einzuladen. Schließlich hat die großartige Schriftstellerin schon seit Jahren kein Interview mehr gegeben und es gibt als solches viele Gerüchte.
Der Termin für dieses Gespräch steht, doch erstens kommt es anders, zweitens wie man denkt.

Melanie Raabe entführt einen mit diesem Buch eine Welt, die für viele nicht vorstellbar ist. 11 Jahre „gefangen“ im Haus und das freiwillig. Was muss geschehen, damit es so weit kommt, wie mit Linda Conrads?  In diesem Roman beschreibt die Autorin den Alltag von der fiktiven Schriftstellerin. Wie ihre Tage aussehen, wie sie ihr Alltag meistert und wie sie mit den Menschen zurechtkommt, die noch in Lindas Haus kommen. Die ihr Kontakt zur Außenwelt sind. Melanie Raabe schafft es, dass man sich hineinversetzten kann in Linda und doch möchte man ihr helfen, Linda. 

FAZIT: Dieses Buch ist auf eine Art fesselnd, denn man möchte am liebsten Linda an die Hand packen und ihr zeigen, wie harmlos die Welt da draußen ist. Auf der anderen Seite finde ich an manchen Seiten dieses Buch etwas langatmig. Nichts Spannendes geschieht dann dort. Zum Schluss kommt aber dann doch etwa Spannung auf und man fiebert mit, ob es Linda gelingt, den Mörder von ihrer Schwester zu finden und zu überführen.
Das Cover kann mir nicht so recht einfinden. Schwarz gehalten mit Gras im Hintergrund? Der Titel „Die Falle“ Steht mitten auf dem Cover und  sieht aus, als für de es einen fangen wollen. Dick und weiß.  Ich finde das Cover ein wenig nichtssagend.
Die Protagonistin Linda ist gut dargestellt und man kann oft mit ihr fühlen. Die anderen dagegen kommen für mich ein wenig zu kurz. Sind sie doch eigentlich auch wichtige Personen in diesem Roman, denn sie sind ja schließlich die „Außenwelt“ von Linda.  Damit Linda noch realistischer rüber kommt ist der Schreibstil in Mir Form gehalten. Das finde ich gut, denn so kommt man Linda nochmals nahe.

Stärke: ein guter  erster Debütroman von Melanie Rabe
Schwäche: die Autorin kann sich noch steigern.

Ich möchte  dem btb Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars



Ich habe ja das tolle Glück gehabt, die Schriftstellerin persönlich auf der Leipziger Buchmesse zu treffen. Melanie Raabe ist eine ganz herzliche Person, die offen für ihre Leser ist. Auch kann sie sich sehr gut in die Welt der Blogger einfühlen, weil sie selber auch Bloggerin war (oder noch ist?). Nun, da ich das Buch gelesen habe, freue mich mich umso mehr, sie vorab persönlich getroffen zu haben.