Sonntag, 8. Mai 2016

Aland, Ute ~ Die Gottesversprecher

Die GottesversprecherSara wächst ein einer streng baptistischen Familie auf. Vater und Mutter leben für die Kirche und wollen alles für das Ansehen tun. Sara fühlt sich eingeengt und sie kann sich mit der Religion nicht vereinbaren. sie möchte mehr, mehr Freiheit, mehr von Gott und mehr in Einklang mit Gott leben. Dabei findet sie eine kleine charismatische Gruppe, die all ihre Erwartungen und Empfindungen entsprochen und Sara schließt sich denen an. Sie weiß, wenn sie dem Leiter Dan zuhört, was Gott ihm sagt und er den Mitgliedern verkündet und weitergibt, dann ist sie dem Traum sehr nahe. Sie kann dadurch Gottes Plan ausfüllen. Doch nach und nach, fast als es zu spät ist, erkennt sie, dass da was schief läuft und zwar ganz gewaltig. Wahrheit und Lüge, Führung und Verführung liegen nah beieinander und sind kaum auseinander zu halten. Schafft Sara den Absprung oder bleibt sie bei der Gruppe?

Das Buch "Die Gottesversprecher" fängt an mit einer Urlaubsszene, wo Sara auf ihr altes Leben zurückblickt.  Darin erzählt sie, wie sie zu der Gruppe gekommen ist und wie sie darin Vertrauen gefunden hat. Danach wird von all dem erzählt, was sie in ihren "früheren" Leben nicht gefunden hat. Sie trifft auf Verständnis und Mitgefühl, allerdings nur bei den Leuten innerhalb der Gruppe. Diese werden ihr immer wichtiger und sie bricht mit ihren "alten" Freunden, da sie Sara nicht verstehen und ihr ins Gewissen reden wollen. Ins Gewissen warum? Da


Am Anfang dachte ich mir, oh Gott, das wird anstrengend das Buch zu lesen. Denn immer wieder wollte ich Sara schütteln und sagen, siehst du nicht, dass sie dich in was reinziehen, was nicht gut für dich ist. Man sieht langsam den Untergang von ihr und denkt, warum sieht Sara das nicht. Es wird viel über Gott darin geredet in dem Buch und alles so toll dargestellt. Viele Bibelzitate kommen hier zu Wort, gerade passend zu der Situation, die gegeben ist.

Als Außenstehender sieht man, das alles nicht so koscher ist, wie Sara es sieht und man kann nichts dagegen tun. Genauso wie im "wahren" Leben sehen die Leser die Sekte und denken sich beim lesen, wie kann man darauf reinfallen. Und doch ist es so, man kann!! Denn jeder - und das kann man nicht abstreiten - ist oftmals auf der Suche. Auf der Suche nach was, das weiß ich nicht, aber es gibt welche, die das herausbekommen und schon ist man drin in so einer Sekte.

Auch ich persönlich heb schon mal eine Erfahrung gemacht, wo ich dann dachte, puh, die können ja wirklich einen ergreifen, die Leute. Ich war auf einen sogenannten Persönlichkeitswerts eingeladen und nahm daran teil. Das Ergebnis war schon verblüffend und hat zu 90 Prozent gepasst. Aber dabei ist es dann auch geblieben.

Das Cover, hm, ja eigentlich verstehe ich das nicht so ganz. Rot ist der Hintergrund, der Titel ist in zerkratzten schwarz gehalten. Nur das Wort Gottes  ist irisierend in Silber Folie.  Der Roman selber ist frei nach einer wahren Begebenheit.

Erhältlich ist dieser beim Brunnen Verlag. Vielen Dank für das Leseexemplar.