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Donnerstag, 21. Juli 2016

Goddard, Robert ~ Und Friede den Toten

https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/und_friede_den_toten-9783442461080_xxl.jpgSommer in England, Sommer in Avebury. Eigentlich soll es ein schönes Picknick werden, doch es endet mit Grauen. Die zweijährige Tamsin wird entführt und ihre siebenjährige Schwester dabei getötet. Doch die Tat bleibt ungeklärt. 23 Jahre später nimmt der pensionierte Chief Inspector George Sharp den Fall wieder auf, denn er hat einen mysteriösen Brief bekommen. Mit Hilfe eines damaligen Zeugen David Umber, gräbt er tief und tiefer in der Vergangenheit und bringt erschreckendes ans Licht. Was ist damals in Avebury wirklich geschehen?

Der Krimi fängt vielversprechend und spannend an. Mit der Entführung der kleinen Tamsin und dem Tod ihrer Schwester. Man wird förmlich hineingezogen in das Entsetzten der Beteiligten. Sally dem Kindermädchen, dem Zeugen Umber und vielen anderen.  Dann wird die Geschichte 23 Jahre später erzählt, hauptsächlich aus der Sicht von  David Umber, aber auch von Georg Sharp. Vondiesen Punkt an wird dieser Krimi etwas verwirrend und die eigentliche Tat - die Entführung- gerät in den Hintergrund. Es geht hauptsächlich um die Briefe des Junius. Und da hält sich der rote Faden dran. Es kommen sehr viele Protagonisten hier vor und man muss sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, wer was darstellt und warum er da ist. Viel Geschichtliches ist hier auch verzeichnet, eben wegen diesen Junius Briefen. Alles im Allen schon sehr verwirrend und mit dem eigentlichen Geschehen wenig in Zusammenhang. Erst am Ende erfährt man, was die Entführung mit diesen so genannten Briefen auf sich hat. Trotzdem bleibt nach dem Buch ein unbefriedigtes Gefühl zurück. Brigitte, die Zeitschrift schrieb über das Buch: Robert Goddard schreibt Bücher, für die man sich gerne eine Nacht um die Ohren schlägt". Das kann ich nicht bestätigen. Ich hatte Mühe, teilweise dieses Buch fertig zu lesen. Eben typisch englisch nüchtern.
Das Cover allerdings passt voll zu dem Krimi. Es zeigt die Steine von Avebury und hat schon was geheimnisvolles an sich. Aber ansonsten ist dieser Krimi gut für zwischendurch, aber nichts fesselndes.
Außerdem hat es mich sehr gestört, das die Hauptprotagonisten David Umber und Georg Sharp nur hier immer mit dem Nachname genannt worden sind. Ist das typisch in England? Warum hat man dann Vornamen? Nichts für Ungut, aber ich denke, ein weiteren Krimi von Goddard (ich pass mich an) werde ich wohl nicht mehr lesen.