Seiten

Donnerstag, 21. Juli 2016

Krist, Martin ~ Dreckspiel

Bildergebnis für DrecksspielHannah und ihr Mann Philipp wollen einen Kurzurlaub machen , so wie früher, einfach mal raus.  Doch dieser Kurztrip entwickelt sich zum Alptraum. Philipp verschwindet spurlos und Hannah wird von einen Fremden gefangen genommen und  gepeinigt. Ihre größte Angst ist allerdings Millie, ihre kleine Tochter, die nebenan im Zimmer schläft.
Währenddessen nimmt David Gross einen Auftrag an. Der ehemalige Polizist arbeitet nun als diskreter Ermittler in verschiedenen Sachen. Diesmal ist es ein Entführungsfall. Kann er das entführte Mädchen rechtzeitig finden und Hannah sich und ihre Tochter rechtzeitig befreien? Oder geht das Grauen noch tiefer?
Martin Krist, ich kenne diesen Schriftsteller von der "Mädchenwiese". Auch diesmal habe ich mich gefreut auf das Buch, denn das erste hat mich schon gefesselt. Drecksspiel fängt auch spannend an und man wird gleich in die Geschichte hineingezogen.  Am Anfang spürt man die Unbeschwertheit und gerät mit Hannah immer tiefer in die Verzweiflung und Angst. Auch fiebert man mit David Gross mit und hofft, das er eine Spur zu dem entführten Mädchen findet. Doch in der Mitte des Buches wird es ein wenig unglaubwürdig und es kommen mehrere verschieden Protagonisten dazu. Gut das es am Anfang ein Personenverzeichnis gibt, allerdings ein wenig vage in der Beschreibung. Die Story hat schon ein roten Faden, aber hier muss man ein wenig mitdenken, um ihn nicht zu verlieren. Am Ende klärt sich zwar vieles auf, aber es bleibt ein sehr schaler Geschmack zurück in Form eines total offenen Endes. Und das finde ich überhaupt nicht toll. Nicht das offene Ende, aber die vielen, vielen Fragen, die dieses mit sich bringt. Nichts - fast nichts- wird hier aufgeklärt und man fragt sich nach dem Lesen ,war es jetzt das? Was kommt denn nun?
Hätte ich diesen Krimi von Martin Krist als erstes gelesen, ich hätte kein weiteres mehr zur Hand genommen. Aber die beiden anderen Krimis von ihm "Mädchenwiese" und "Engelsgleich" sind dagegen gut und so dachte ich mir, liest du diesen auch. Tja, diesmal ein Fehlgriff. Was mich auch sehr stört, ist die asoziale Sprache hier, es wird viel geflucht und Schimpfwörter benutzt. Muss das denn sein, das jeder dritte Abatz mit Verfi... Sch.. versetzt ist?