Seiten

Sonntag, 23. April 2017

Jack Cheng ~ Hallo Leben, hörst Du mich?

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Cheng_JHallo_Leben_174618.jpgAlex ist ein 11 jähriger Junge, dessen Mutter oft krank ist und er somit viel allein. Da er totaler Raketenfan und sein großes Vorbild Carl Sagan, der Astronaut ist,  möchte er zum Raketenfesitval nach New Mexiko und dort seinen IPod mit seiner selbstgebauten Rakete ins Weltall schießen.
Zusammen mit seinen Hund Carla Sagan macht er sich auf die Reise und trifft dabei die verschiedensten Menschen und die ein oder andere Freundschaft entsteht daraus.
Das Buch „Hallo Leben, hörst Du mich“ ist aus der Sicht des 11 Jährigen Alex geschrieben bzw. aus dessen Tonaufnahmen auf seinen IPod. Alex ist durch die Krankheit seiner Mutter schon sehr selbstständig, aber trotzdem oft naiv wie ein kleiner Junge.

Beim Lesen kommen hier gut die Emotionen von Alex hervor. Oft hatte ich beim Lesen einen dicken Kloß im Hals, aber auch die Freude oder Angst verspürte ich von ihm beim Lesen. Denn nicht nur die Raketen und der Weltall stehen hier im Vordergrund. Es geht vielmehr um das Leben von Alex.
Die Protagonisten sind hier sehr realistisch dargestellt und man kann sich oft in sie gut hineinversetzten mit all ihren Gefühlen. Neben Alex mochte ich am meisten Zed und Terra. Wer die sind, das müsst Ihr schon selber lesen. Sonst verrate ich ja zu viel und ich habe schon viel vom Buch verraten.
Das Cover gefällt mir gut. Ein türkisen färbender Sternenhimmel dominiert hier. Unten steht Alex mit seinen Hund Carl Sagan und er schießt seine Rakete in den Himmel. Der Titel ist Weiß gehalten, wie die Sterne oft leuchten. Sehr stimmig das Cover.
Kleine Anmerkung meinerseits. Ich habe seit meinen Geburtstag vor ca. 3 Wochen sogar das passende Lesezeichen dafür 😉

Mein Fazit: Ein sehr emotionales Buch mit Höhen und Tiefen. Ungewöhnlicher Schreibstil, da er in Form von Aufnahmen des IPods geschrieben ist. Aber flüssig zu lesen. Was mich ein wenig stört, ist, das der Hund Carl Sagan hier zu wenig vorkommt. Auch das Ende fand ich jetzt nicht so passend. Alles war hier so lebendig und das Ende kam mir einfach zu schnell, zu glatt.  Hier fehlt mir ein wenig die Tiefe, die den Roman die ganze Zeit ausgemacht hat.
Der Titel passt sehr zum Buch. Denn Alex möchte dem Leben was mitteilen. Hinaus in die Welt bis über die Grenzen.

Worm, Mario ~ Der Feuerfluch von Eggersdorf


Eigentlich ist es bisher friedlich gewesen in Petershagen / Eggersdorf. Doch seit kurzen wird hier gemordet.  Und das sinnlos, denn in den Toten ist kein Muster zuerkennen. Das einzige was die Taten miteinander verbindet, ist diese geheimnisvolle Halskette mit einem Ornament als Anhänger.
Fieberhaft sucht die Polizei nach dem Täter.  Und dann taucht ein Zettel auf, worauf die Namen der Opfer stehen. Darunter auch vom ermittelnden Kommissar Johannes Schubert und seiner kranken Freundin. Sind sie bald die nächsten Opfer oder kann die Polizei den Täter vorher aufhalten. Und was hat die mysteriöse Halskette damit zu tun?
„Der Feuerfluch von Eggersdorf“ ist mein erstes Buch von Mario Worm und ich muss sagen, ich bin begeistert. Der Autor schafft es mit einem eigentlich leichten Krimi einen zu fesseln. Lange ist man in Unklaren, wer der Täter ist oder warum die Taten begangen worden sind. Dazu kommt noch die Geschichte von Eggersdorf, die hier geschickt mit eingewoben ist. Vergangenheit und Gegenwart
Sind gut mit einander verknüpft und gut recherchiert. Auch Außenstehende, so wie ich, verstehen es gut und können sich gut hineinversetzten.
Hier bleibt auch die Spannung bis zum Schluss oben und wird mit keinster Weise mal schwach.
Die Protagonisten sind gut dargestellt und auf ihre Art symphytisch, also nicht so hölzern wie in oft anderen Romanen.
Interessant ist der Anfang. Diesmal wird am Anfang den Personen gedankt. Danach  kommt eine Erklärung zum Sühnenkreuz von Eggersdorf mit einem Abschluss Wort von Pfarrer Giertz. Diese Erklärung finde ich interessant und wichtig.
Auch Juliane Werding ist hier am Anfang vertreten mit ihren Liedertext „Weißt du wer ich bin“
Danach kommt der Prolog. Am Ende des Buches gibt es noch einen Geschichtlichen Hintergrund von Eggersdorf. Sehr interessant und passend zum Buch, da hat sich Mario Worms was einfallen lassen. So wird das Buch gut abgerundet.
Das Cover: Dunkel ist es, ein hellerleuchtetes Fenster und ein voller Mond. Geheimnisvoll, undurchsichtig die Nacht. Hinten ist ein Scheiterhaufen drauf. Zu diesem Krimi finde ich das Cover voll passend.  

Mein Fazit:
 Alles in allem ein guter, informativer, spannender abgerundeter Krimi.
Erschienen ist der Krimi „Der Feuerfluch von Eggersdorf“ beim Primär Verlag Berlin. Am Ende des Buches wird von diesem Verlag noch ein wenig Werbung gemacht, was ich gut finde.
 Übrigens habe ich auf der Primär Seite ein interessantes Video gefunden über das Buch "Der Feuerfluch von Eggersdorf". Dort kommt auch das mit dem Bügeltisch zu Worte. Ich habe davon schon berichtet, das der Autor auf dem Bügeltisch seine Bücher schreibt. Hier kann man das nachlesen.
.



Bisher erschienen von Mario Worms
* 1988 "Verliebt Verlobt Verdammt" - self publishing
* 1992 "Ge(h)zeiten" - self Publishing
  (überarbeitete Neuauflage 2015 - Primär Verlag Berlin)
* 1993 "Schweigende Tragödie" - self publishing
* 1996 "Die Bestie von Beelitz" - Edition Bodoni
  (überarbeitete Neuauflage 2015 - Primär Verlag Berlin)
* 2012 "Domino" - Nora Verlag
* 2014 "Domino II - Game over" - Nora Verlag
* 2015 "Madonnas Augen - Tödliche Träume" - Primär Verlag Berlin
* 2016 "Akte Strausberg" - Primär Verlag Berlin

Mittwoch, 12. April 2017

Gärtner, Hans ~ Joscha und Mischa - diese zwei



In Kukuschkan sind alle Bären braun, grau oder schwarz. Eben alle gleich. Doch zwei Bären fallen auf, denn sie sind anders. Joscha ist strohblond und Mischa rotbraun.  Und die Mädels liebäugeln mit den beiden hübschen Bären. Doch die sind gar nicht an den Mädchen interessiert, sondern haben nur Blicke für sich. Und das kommt gar nicht gut in der Öffentlichkeit. Doch das macht Joscha und Mischa nichts aus. Sie stehen zueinander.
Doch drei Bären passt das gar nicht und sie beschweren sich beim Bürgermeister. Die beiden werden dort hinzitiert  Doch kommen sie mit ihrer Beschwerde weiter und was passiert mit Joscha und Mischa?

Dieses kleine Buch ist über ein Thema, welches schon im Kindergartenalter wichtig ist. Homosexualität.  Gerade in der Zeit der Vorverurteilung und Unverständnis, finde ich es wichtig, das von klein auf gelehrt wird, das anderssein nichts Schlimmes ist.  Jeder Mensch hat seine Persönlichkeit und man sollte diese so akzeptieren, wie sie ist.
Und das wird in dem Buch „Joscha und Mischa, diese zwei" sehr schön erklärt. Vernünftig erklärt der Bärenbürgermeister den anderen, warum die beiden nicht so anders sind als sie. Dass sie nichts Böses tun und sie im Grunde sind wie alle anderen Bären hier. Nur eben sie sich lieben.
Der Text ist leicht geschrieben und verständlich. Passend zum Buch  sind die Namen der beiden Joscha und Mischa hier farbig geschrieben. Beim Lesen stört es nicht, auch wenn es eine andere Farbschrift ist. Es gibt trotzdem ein Gesamtbild.
Die liebe volle Zeichnungen bzw., Illustrationen von Christel Kaspar machen das Buch perfekt. Einfach aber sehr schön wie mit Wasserfarbe gemalt

Ich finde,  nicht nur Kinder sollten das Buch lesen, sondern alle die meinten, andere die sich nicht so verhalten, wie es der „Norm“ entspricht. Was ist denn heute noch normal?
Du, der da hinten, ich? Ich bestimmt nicht, denn ich habe ein Haushuhn! Und welcher normale Mensch hat ein Haushuhn. Ja Katze, Hund, Nager und Vögel, aber Haushuhn.
Ich mag das Buch und die zwei Bären. Kurz ist die Geschichte gehalten, aber sehr inhaltsvoll.
Herausgegeben ist „Joscha und Mische die zwei“ beim Verlag Tingeltangel. Geschrieben hat es Hans Gärtner, mit dem ich vor kurzen erst ein Interview auf meinem braunen Sofa führen durfte.


Donnerstag, 6. April 2017

Dietz, Hanna ~ Schatz, brennt da grad was an?



https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Dietz_HSchatz_brennt_da_grad_was_an_v1_175881.jpgJetzt geht es wieder los. Der März hat begonnen, die Sonne scheint warm und da wird der Grill rausgeholt. Bei dem Buch „Schatz, brennt da gerade was an“ ist es genauso. Hier wird die alljährliche Prozedur aus der Sicht einer Hausfrau geschrieben.
Der Anfang macht ein kaputter Grill, der die Grillsaison erst einmal einen dicken Dämpfer gibt. Ein neuer muss her, aber nicht ein einfacher. Beratung ist angesagt, von Grillprofis und Fachmännern.
Bald ist der neue Grill da bzw. die neuen Grills – es müssen zwei sein, ein Gasgrill und einen Holzkohlengrill- geht es auch schon los. Plötzlich ist Grillen das größte Hobby vom Mann und da wird alles ausprobiert, studiert, es muss eine Grillbibel geben und neue Gerichte werden getestet. Nur der Meister persönlich kann das.
Aber dabei bleibt es nicht und schnell besucht an Wettbewerbe.
Ich habe das Buch eigentlich mit ein wenig Skepsis gelesen, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Es ist wirklich lustig und oft musste ich zustimmend lachen.  Gerade mit der Auswahl des Grills-. Wir haben einen Smoker und gerade dieses Jahr ist mein Mann auf Testen ausgelegt.  Erst letztens hat er es mit indirektem Grillen versucht.  Aber auch viele Versuche das Fleisch mal „anders“ zu grillen, kenne ich noch vom letzten Jahr.
Hier wird überspitzt die Situation dargestellt, obwohl – manchmal verhalten sich die Männer beim Grillen wirklich so J.  Ein Satz ist mir in Erinnerung geblieben. Der Griller verköstigt immer erst die anderen, um selber am Grill zu stehen und eben sich ums Fleisch zu kümmern.
Ach ja und wehe ich komme mit meinen Gemüse!
 Wie gesagt, das Buch „Schatz, brennt da grad was an? Ist voll aus dem Grillleben gegriffen und wir Frauen wissen, wovon wir sprechen. Aber auch, das oft das Fleisch herrlich schmeckt! Nun weiß ich auch, warum mein Mann so tickt beim Grillen.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Grün wie eine Wise ist der Hintergrund. Im Vordergrund steht die Frau mit verschränkten Armen – oft das Opfer. Dagegen rennt der Mann im Hintergrund zum Grill – weil das was anbrennt??
Die einzelnen Kapitel  - kurz gehalten und fließend im Schreibstil, sind mit einem kleinen rauchenden Kugelgrill verzeichnet. Das lockert das Buch nochmals auf.
Fazit: Lesenswert für alle geplagten Ehefrauen mit einen Mann als Grillchef, aber auch für Grillmeister, die mal hinter die Kulissen einer geplagten Hausfrau gucken möchten.
Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Leseexemplar.