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Samstag, 14. April 2018

Backert, Volker ~ Das Haus vom Nikolaus


Franken, ein beschauliches Land, Gemütlich, ruhig und idyllisch – denkt man, bis die Taten des Serienkillers hervorkommen. In Franken geht der um.  Und immer auf große Festivals wie das Samba Festival oder Afrika Fest schlägt er zu. Schnell wird eine Soko gebildet. Chef ist Charlie Herrmann.  Doch so recht wollen die Ermittlungen nicht vorankommen, bis dann die urbayerische Profilerin hinzukommt.  Und ganz ehrlich Franken und Bayern… geht das? Aber kann dadurch die Soko den Täter aufhalten und dingfest machen?
„Das Haus vom Nikolaus“ von Volker Backert ist ein Regionalkrimi, der von der Ortschaft gut beschrieben ist. Obwohl ich selber Coburg nicht so kenne, sind mir die anderen Ortschaften wie Randersacker oder Würzburg wohl bekannt.
Zum Krimi selber. Ja, es ist ein Regionalkrimi. Und schlecht ist der nicht geschrieben. Allerdings fehlt mir hier ein klein wenig die Spannung. „Das Haus vom Nikolaus“ liest sich wie ein guter Tatortkrimi. Sehr gut kommen hier die Ermittlungsarbeiten hervor. Aber die Tat im eigentlichen Sinne bleibt ein wenig auf der Strecke, genauso wie der Täter.
Die mitwirkenden Personen sind schon gut dargestellt, aber mir persönlich fehlt es noch etwas an Tiefe. Und was ich ja eigentlich gar nicht mag, ist der Name Charlie. So ein Allerweltsname für einen Draufgänger, Außenseiter unter anderem. Aber wie gesagt, das ist wirklich ein total persönlicher Geschmack.
Auch wird hier gefränkelt von der Sprache her, so abwechselnd mit hochdeutsch.
Das Private von den Ermittlern kommt hier auch nicht zu kurz und macht dadurch diese doch etwas menschlich.
Unterteilt sind die kurzen Kapitel in Tagen, Uhrzeiten und Ortschaft, z. B. Samstag 8:04 Polizei Coburg. Ich bin nicht so ein fan von Sex in Krimis, was mich hier auch ein wenig stört.

Mein Fazit daher: Ein guter Regional Debütkrimi, wo man bestimmt drauf aufbauen kann. Im Großen und Ganzen somit gut gelungen und lesenswert. Inzwischen hat ja Volker Backert noch 3 weitere Krimis herausgebracht. 
Danke an Volker Backert für das Leseexemplar.